In Onlinewerbung

Firefox blockiert Flash. Was bedeutet dies für die Onlinewerbung?

UPDATE 16.7.2015: Adobe hat ein neues Flash-Update ausgespielt. Nach dem Update hat Mozilla die Unterstützung für Flash wieder standardmässig aktiviert.

Flash ist seit vielen Jahren das populärste Format, wenn es um animierte Bannerwerbung geht. Das Format wird aber vor allem nur noch durch Browser auf Desktop-PCs unterstützt. Browser auf mobilen Endgeräten bieten von Werk aus keine standardmäßige Unterstützung von Flash mehr an.

Mozilla hat im Firefox Browser Flash nun deaktiviert. Betroffen ist konkret die Version 18.0.0.203 des Flash Players. Hintergrund waren zunehmende Sicherheitslücken und die damit verbundenen Risiken für die Nutzer.

Der Boom an mobilen Endgeräten konnte zwar dazu beitragen, dass immer mehr und mehr animierte Banner im HTML5-Format produziert werden. Fehlende HTML5 Standards in der Werbung machen die HTML5 Produktion und Implementierung derzeit aber noch aufwendiger und damit teurer. Die Verbreitung von HTML5 als Bannerformat ist deshalb noch entsprechend überschaubar. Als Alternative wird daher oft GIF oder JPEG eingesetzt.

Was bedeutet nun die Blockierung von Flash in Firefox für die Onlinewerbung?

Firefox hat in Deutschland einen Marktanteil unter den Browsern von ca. 40%. Zumindest diese 40% der Nutzer werden zukünftig Flash-Werbung folgendermaßen sehen:

onlinewerbung-firefox-blockiert-flash

Die Nutzer haben die Möglichkeit Flash manuell zu aktivieren. Aber die Chance, dass genau dies passiert ist aber verschwindend gering.

Dieser sehr radikale Schritt kommt meiner Meinung nach aber genau richtig. In Deutschland greifen bereits 54% der User mobil auf das Internet zu. In Österreich liegt der Anteil sogar schon bei 60%. Ein Umdenken ist daher ohnehin schon längst überfällig.

Auch wenn HTML5 vielleicht derzeit nicht alle Möglichkeiten bietet, welche Flash hat, sollten Sie umsatteln. So stellen Sie sicher, dass Ihre Banner-Werbung gesehen wird und nicht ins Leere läuft. Sollte die HTML5 Implementierung nicht möglich (Ja es gibt noch Medien/Vermarkter welche dies nicht einbinden können/wollen) oder kostspielig sein, so setzen Sie alternativ GIF oder JPEG als Formate ein.

Auch mit JPEG (ein statisches Bild) und GIF (Abfolge mehrerer statischer Bilder) können Sie Ihr Kommunikationsziel erreichen. Wichtig ist nur, dass Sie die Werbemittel nicht überladen und Ihre Botschaft auf den Punkt bringen. Aber dies sollte ohnehin die Hausaufgabe bei der Werbemittel-Kreation sein – egal ob Flash, HTML5, GIF oder JPEG.

 

Credits Grafiken: Freepik

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