In SEO, Suchmaschinenmarketing
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8 Tipps, wie Sie Suchmaschinen helfen können, Ihre Webseite besser zu verstehen und interpretieren.

Damit eine Suchmaschine Ihre Webseite in die Suchergebnisse aufnimmt, müssen eine Vielzahl an Faktoren erfüllt werden. Ein wichtiger Faktor ist, dass die Suchmaschine Ihre Webseite überhaupt verstehen kann.

Ein sogenannter Crawler „durchwühlt“ wie der Name schon sagt in regelmäßigen Abständen die Inhalte der Webseite. Für einen Crawler sieht beispielsweise die Startseite von MoreThanDigital.com wie folgt aus:

Damit dieser Crawler bzw. die Suchmaschine die Webseite letztendlich interpretieren und verstehen kann, müssen bei der Erstellung von Inhalten verschiedene Regeln beachtet werden. Hier 8 wichtige Dinge, die Sie beachten und ggf. optimieren sollten.

 

1) Überschriften:

Damit ein Crawler eine Überschrift, als Überschrift erkennt, muss Sie im Quelltext mit einem sogenannten Überschriften-Tag markiert werden. Hiervon gibt es insgesamt 6 verschiedene: <h1>, <h2>, <h3>, <h4>, <h5>, <h6>.
Der Tag <h1> markiert die wichtigste Überschrift der Webseite. Der Tag <h6> die unwichtigste.

Pro Webseite darf der Tag <h1> nur einmal verwendet werden. Die Tags <h2> bis <h6> können aber jeweils mehrmals auf der Webseite eingesetzt werden.

Die unterschiedlichen Tags helfen der Suchmaschine die Überschriften zu bewerten und deren Wichtigkeit einzuschätzen.

Die Markierung der Überschriften auf einer Webseite kann in der Praxis beispielsweise wie folgt ausschauen:

<h1>Hauptüberschrift</h1>
<h2>Kapitel 1</h2>
<h3>Zwischenüberschrift 1</h3>
<h3>Zwischenüberschrift 2</h3>
<h3>Zwischenüberschrift 3</h3>
<h2>Kapitel 2</h2>
<h3>Zwischenüberschrift 1</h3>
<h3>Zwischenüberschrift 2</h3>
<h2>Kapitel 3</h2>

Moderne Content-Management Systeme haben meist bereits standardmäßig im Editor die Funktion vorgesehen um Überschriften zu markieren. In WordPress sieht das beispielsweise so aus:

wordpress_ueberschriften_h1_h6_tags_editor

Praxistipp: Wie können Sie prüfen ob die Überschriften-Tags auf Ihrer Webseite gesetzt sind? Öffnen Sie in Firefox die Webseite und drücken Sie „Strg+U“. Anschließend öffnet sich der Quellcode Ihrer Webseite. Mit „Strg+F“ können Sie in einem nächsten Schritt die Suchfunktion starten. In das Suchfeld geben Sie nun beispielsweise „h2“ ein und starten die Suche. Finden Sie nun dieses Attribut ist Ihre Webseite hier bestens ausgerüstet. Falls nicht, sollten Sie mit ihrem Webentwickler reden, welche Möglichkeiten es gibt diese Attribute einzubauen. Mit der gleichen Funktion können Sie auch prüfen, ob das Attribut <h1> mehr als 1x gesetzt wurde.

2) Bilder

Google kann nicht erkennen, dass auf dem folgenden Bild eine Katze zu sehen ist.

52656

Für einen Crawler sieht dieses Bild wie folgt aus:

<img src=“https://morethandigital.com/wp-content/uploads/2014/11/52656.jpg“ />

Da der Crawler, das Bild selbst nicht interpretieren kann ist dieser Inhalt für Ihn nicht sehr wertvoll und hilft ihm nicht zu verstehen, welche Funktion dieses Bild hat.
Dies kann man allerdings ändern. Mit dem sogenannten Alt-Attribut kann man ein Bild im Quelltext beschreiben und so dem Crawler einen wichtigen Hinweis geben:

<img alt=“Getigertes Katzenbaby auf Decke“ src=“https://morethandigital.com/wp-content/uploads/2014/11/52656.jpg“ />

Diese Beschreibung lässt sich oft im Medienordner eines Content Management-Systems bearbeiten. Falls nicht, kann man in der Quelltext-Ansicht des Editors im Content Management System das Bild suchen und das Alt-Attribut manuell hinzufügen.
Eine weitere Möglichkeit dem Crawler weiterzuhelfen, ist es die Bilddatei selbst noch vor dem Upload auf den Webserver eindeutig zu benennen:

<img alt=“Getigertes Katzenbaby auf Decke“ src=“https://morethandigital.com/wp-content/uploads/2014/11/getigertes_katzenbaby.jpg“ />

3) HTML5 statt Flash

Die Programmiersprache Flash wird nach wie vor oft eingesetzt um ganze Webseiten oder einzelne Inhalte (z.B. Teaser, Banner, etc.) zu animieren. Leider hat Flash aber einen großen Nachteil. Google kann die Inhalte, ähnlich wie bei Bildern nicht lesen. Setzen Sie beispielsweise einen Flash-Teaser ein, um auf Ihre aktuellen Specials auf der Webseite aufmerksam zu machen, so bekommt der Crawler bzw. die Suchmaschine leider nichts davon mit. Das ist natürlich suboptimal.

Moderne Webseiten setzen, deshalb HTML5 ein. Diese Programmiersprache macht es möglich Animationen zu erstellen und auch multimediale Inhalte wiederzugeben. Wichtigster Unterschied zu Flash ist, dass Text nach wie vor Text bleibt und der Crawler Ihn somit lesen kann.

4) Fettschrift gezielt einsetzen

Sind Inhalte auf einer Webseite mit Fettschrift markiert, so zeigt man dem Crawler, dass die fettgeschriebenen Inhalte wichtiger sind, als der reguläre Text. Deshalb sollten Sie Fettschrift gezielt auf Ihrer Webseite einsetzen. Übertreiben Sie es aber nicht, da sonst alle Inhalte wiederum gleich wichtig erscheinen. Bei Zwischenüberschriften sollten Sie aber nicht Fettschrift einsetzen, sondern Überschriften-Tags einsetzen.

5) Sitemap hinterlegen

Unter einer Sitemap versteht man eine Auflistung der Seiten, die auf Ihrer Webseite verfügbar sind. Einer Suchmaschine hilft diese Sitemap um die Webseitenstruktur zu erfassen. Wird keine Sitemap angeboten, kann der Crawler nur durch Zufall neue oder aktualisierte Seiten entdecken und indexieren. Vor allem bei Seiten, die noch wenige externe Links aufzeigen ist eine Sitemap wichtig. Ansonsten kann es länger dauern, bis die Inhalte indexiert sind.

Praxistipp: Auf folgender Webseite können Sie kostenlos eine Sitemap für Ihre Webseite erstellen lassen und downloaden: https://www.xml-sitemaps.com Die Datei können Sie dann einfach in das Hauptverzeichnis ihres Webservers hochladen und die Sache ist erledigt.

6) Aussagekräftigen Content verwenden

User nutzen bei Ihrer Webrecherche eindeutige Suchbegriffe. Umschreibt man auf der Webseite nun ganz reguläre Dinge superkreativ hat die Suchmaschine es schwierig, die Webseite den Content einem bestimmten Thema zuzuordnen.

Ein Beispiel: Setzt man auf einer Webseite über Autos, statt „Auto“ oder „Fahrzeug“ den Begriff „Flitzer“ sehr oft ein, so hat dies zur Folge dass die Suchmaschine die Relevanz der Webseite für Autos herabstuft. Sucht nun aber ein Nutzer nach dem neuesten nackten „Flitzer“ der durch ein Stadion gelaufen ist, könnte es unter Umständen sein, dass die Webseite plötzlich in den Suchergebnissen auftaucht. Deshalb eindeutig bleiben.

eindeutige keywords verwenden

Praxistipp: Falls Sie gerne wissen wollen, mit welchen Begriffen User bei Google suchen, so können Sie falls Sie Google Adwords nutzen den Keyword-Planner als Tool benutzen. Alternativ können Sie auch mit Google Trends das Suchvolumen abschätzen.

7) Alles wichtig an den Anfang

Wie im Journalismus gilt auch online, dass alles Wichtige stets an den Anfang der Webseite gehört. Zum einen ist hier die Chance, dass die Nutzer die Inhalte wahrnehmen. Zum anderen wertet Google Inhalte die am Anhang sind als wichtiger, als Inhalte die am Ende vorkommen.

Auch beim Verfassen von Meta-Beschreibungen und Seitentiteln, sollten Sie die wichtigsten Keywords, stets versuchen an den Anfang zu platzieren.

8) Eindeutiger Seitentitel und Meta-Description

Jede Seite sollte einen eigenen Seitentitel und eine eigene Meta-Description besitzen. Dies hat zum einen den Vorteil, dass die Suchmaschine, so die Seiten besser differenzieren und zuordnen kann. Zum anderen hat dies aber auch einen ganz praktischen Vorteil: Wenn die Nutzer später in der Suchmaschine suchen, wird die Meta-Description und der Seitentitel als Suchergebnis angezeigt. Deshalb sollten Sie bei diesen beiden Bausteinen, dem User immer klar sagen um was es auf der Seite geht und dem Nutzer einen Ansporn geben diese Seite zu besuchen. Aber begrenzen Sie sich bei der Meta-Description auf weniger als 156 Zeichen (inkl. Leerzeichen), sonst wird Sie abgeschnitten.

Zum Schluss noch ein aktuelles Angebot zum Thema SEO-Optimierung für diejenigen, die noch mehr über die Optimierungsmöglichkeiten Ihrer Webseite erfahren wollen:

Fotocredits:
Katze: Dominic Morel
Flitzer: Alex Kehr, Wikipedia

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